Biometrische Au­then­ti­fi­zie­rung als trivialer Angriffsvektor

Besser könnte ich es nicht ausdrücken, daher die Sichtweise des BSI zur Thematik:

5. Welche Nachteile bringt Biometrie mit sich?
Das körperliche Charakteristikum kann im Allgemeinen nicht geheim gehalten werden. Im Gegenteil liegen viele der für eine biometrische Erkennung verwendeten körperlichen Merkmale, wie Gesicht und Finger, offen. Deshalb müssen biometrische Erkennungssysteme auch prüfen, ob der Anfragende am Leben ist – damit wird erschwert, dass Systeme z. B. mit einem Foto getäuscht werden. Biometrische Charakteristiken können schließlich nicht übertragen oder weitergegeben werden. Zudem können einmal gestohlene Daten über biometrische Eigenschaften dazu führen, dass dieses Merkmal nicht mehr zur Sicherung von Diensten eingesetzt werden sollte. Ist der Fingerabdruck einmal bekannt, können Kriminelle diesen bei jedem Dienst missbrauchen, bei dem der Abdruck hinterlegt ist – der Abdruck lässt sich nicht wechseln oder ändern. Passwörter können dagegen beliebig oft gewechselt und zurückgesetzt werden. Wenn Ihre biometrischen Daten gestohlen werden oder verloren gehen, könnten sie dauerhaft gefährdet und nicht mehr sicher nutzbar sein.

17. Benötige ich mit Biometrie kein Passwort mehr bzw. kann ich nun ein einfaches Passwort immer wieder verwenden, weil es nicht mehr wichtig ist?
Das Passwort ist auch in Verbindung mit Biometrie weiter ein wesentlicher Faktor für den Schutz von Online-Diensten, z. B. bei einer Zwei-Faktor-Authentisierung. Kein Faktor kann für sich einen hundertprozentigen Schutz gewährleisten, aber in der Kombination bieten starke Passwörter und Biometrie in der Regel einen ausreichend guten Schutz.

Quelle:
https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Informationen-und-Empfehlungen/Technologien_sicher_gestalten/Biometrie/BiometrieFAQ/biometrie_faq.html

Biometrische Systeme hacken kann doch jeder

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